Montag, 27. Juli 2015

Das einfache Glück! [Schreibzeit]

Hallo Ihr Lieben!


Das einfache Glück.... einfaches Glück?? Ist Glück einfach? Manchmal ja, manchmal nein. Manchmal fällt es einem in den Schoß und manchmal muss man wirklich hart dafür arbeiten.

"Was bedeutet Glück für Dich?"  
fragt Bine von 'was eigenes' bei Ihrem Schreibzeit-Thema vom Juni... (ja, ich hinke etwas hinterher, aber ich wollte mir für das Thema etwas Zeit lassen).



Was bedeutet Glück für mich?

Tja, einfache Frage, aber darauf lässt sich nicht einfach antworten. Spontan würde ich sagen, Gesundheit, das ist Glück. Ein Glück, das man meist erst zu schätzen weiß, wenn man mit irgendeiner doofen Erkrankung im Bett landet und nicht weiter so kann wie man will. 
Kranke Kinder sind auch schlimm. Man leidet so mit mit den armen Mäusen. 
Und von chronischen Erkrankungen mal ganz zu schweigen. 
Also ja: Gesundheit ist Glück.

Es gibt das "Grundglück" ich weiß nicht, wie ich es anders nennen soll. Also ein Glück, das man meist nicht wahrnimmt. Man hat ein Dach über dem Kopf, genug zu essen. Im Winter hat man es warm, man hat genug Kleidung und man hat Arbeit und dadurch hoffentlich genug Geld um gut auszukommen und evtl. noch für Hobbies etc. Gesundheit gehört dazu. Alles das sind Dinge, die man für selbstverständlich hält und deren Auswirkungen auf sein Glück man erst merkt, wenn sie fehlen. Und uns geht es, was das angeht, verdammt gut (bezogen auf die Industrienationen). Wir klagen auf hohem Niveau, schließlich gibt es Menschen, die viel, viel weniger haben.
Wenn man sich das alles vor Augen hält, dann kann man sagen: ja, wir haben Glück, uns geht es gut. Wir haben einen gewissen Wohlstand und können uns glücklich schätzen.

Aber das ist noch nicht alles, was das Glück angeht, oder??

Es gibt sooo viele Arten von Glück.

Auch wenn das "Grundglück" stimmt, dann kann man trotzdem sehr, sehr unglücklich sein:
Streit mir der besten Freundin, Liebeskummer (oh, dieser unsägliche Liebeskummer, den ich aus der Jugendzeit noch kenne), Stress mit Kollegen, Verstimmungen in der Familie...

Es gibt also noch ein zwischenmenschliches Glück!

Glück, den richtigen Partner gefunden zu haben. Meine Familie, das ist Glück (selbst wenn sich die Kinder streiten, wie die Kesselflicker, es ist ein Glück, sie zu haben - auch wenn ich mir das manchmal selber sagen muss, je nachdem, wie nervig sie grad sind ;) ). 
Spieleabende im Freundeskreis, auch dann fühle ich mich glücklich. Man lacht und spielt miteinander, genießt vorher noch leckeres Essen und gute Getränke. Eine gesellige, fröhliche Runde, das macht mich auch glücklich.

Aber da fehlt doch immer noch was, oder??

Stimmt, was oft fehlt, ist Zeit. Auch fehlende Zeit macht unglücklich. Keine Zeit für Hobbis, keine Zeit für Freunde, keine Zeit für die Familie..... das macht unzufrieden und im schlimmsten Fall unglücklich.
Also ist Zeit ein wichtiger Glücksfaktor. Ich meine: genügend Zeit. 
Unsere Welt dreht sich immer schneller.... wir hetzen Terminen hinterher, machen Überstunden, stehen im Stau, rennen und rennen. Ich habe oft das Gefühl, von einem Alltagspunkt zum nächsten zu rennen. Kinder bringen, arbeiten, Kinder abholen, Elternabendtermine, Termine mit Freunden (befremdlich, wenn man schon den Terminkalender zücken muss, um mal wieder mit der besten Freundin zu reden, oder wenn Mütter ihre Terminkalender wälzen, um zu schauen, wann ihre Kinder mal wieder miteinander spielen können). Alles ist irgendwie getimed und getaktet, und wehe man kommt mal aus dem Tritt... auweia.....

Also ja, genügend Zeit ist ein Luxus und vielleicht wird sie gerade dadurch zum wichtigen Glücksfaktor.

Das Glück, mal wieder ein gutes Buch lesen zu können. Oder die Zeit haben, zu schreiben... oder zu malen... oder zu nähen... oder was auch immer man sonst nicht schafft. Das Glück, mit der Familie Sonntags in Ruhe frühstücken zu können. Oder die Zeit im Urlaub zusammen zu genießen. Familienkuscheln im Bett ohne Termine im Nacken. Einfach mal "dumm rumsitzen" ohne irgendwas tun zu müssen. Einfach mal einem Marienkäfer oder einer Schnecke beim Krabbeln oder Kriechen zuzuschauen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass man mal "Nichts" macht. Das macht glücklich.

Es gibt noch Tausende und Millionen Arten von Glück. Für jeden Menschen gibt es andere Dinge, die Glück bedeuten. Für mache ist es viel Geld, Macht und Erfolg. Für andere wiederum ein Foto vom geliebten Menschen. Der Ring der verstorbenen Großmutter, die Aufzählungen gehen wahrscheinlich ins Unendliche.
Mal ist das Glück materiell, mal ein immaterielles Gefühl wie die Liebe zu Jemandem. Mal hat man sich sein Glück hart erkämpft, z.B. eine überstandene schwere Erkrankung oder das hart erarbeitete Traumhaus, das man mit eigenen Händen erbaut hat.
Das Glück liegt in kleinen oder in großen Dingen, abhängig von den individuellen Bedürfnissen oder Gegebenheiten.

Mein "Lieblingsglück" ist das vollkommene Glücksgefühl, das einen manchmal für eine Sekunde überkommt, ja quasi überflutet. Es kommt in den ungeahntesten Momenten, quasi der perfekte Moment.
Das kann dem Klischee entsprechen: der Sonnenuntergang am See, wenn man seinen Kopf an die Schulter des Menschen, den man liebt, lehnt, die Kinder spielen lachend auf der Wiese und dann kommt diese Glückswelle, dass alles gerade perfekt ist.
Das weinende Kind, das ich im Arm habe und tröste und das mir dann einen Kuss auf die Wange drückt und wieder weiterspielt.
Meine schlafenden Kinder, die so unheimlich unschuldig und klein aussehen, wie sie da so liegen und träumen.
Der Moment in der U-Bahn, wenn man einfach nur mal so von dem Gefühl überrollt wird, das eigentlich alles gut ist, wie es ist.

Es ist eine Sekunde, die mich mit einem so unglaublichen Gefühl überrollt, dass ich dann manchmal sogar Tränen in den Augen habe. Kennt ihr das auch?
Das ist mein Lieblingsglück, es kommt unerwartet, plötzlich, ergreift mich wie eine Welle, läßt die Zeit kurz langsamer laufen, mein Herz tut dann angenehm weh, man begreift die Zerbrechlichkeit des Augenblicks, die Sekunde fühlt sich länger an, als andere Sekunden. Wenn dieses Gefühl wieder weicht, dann fühle ich mich meist, wie aus einem Traum erwacht, der Alltag holt mich wieder ein, die Wäsche wartet, oder es wird einem wieder bewußt, wie laut und voll die U-Bahn ist. Oder die Mücken am See fangen an zu stechen und man flieht nach Hause. Der Nachhall des Gefühls aber bleibt. Und man geht mit einem Lächeln weiter......

Und die Erinnerung an eben diese seltenen und kostbaren Glücksmomente lassen mich jetzt auch lächeln und ich ich kann mich mit einem guten und glücklichen Gefühl wieder dem Alltag widmen. Das Wissen, dass wir das Glück in uns selbst tragen, das ist Glück!


Ich hoffe, es hat euch ein wenig gefallen, mir hat das Thema jede Menge Spaß gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Schreibzeit-Thema von Bine, das da lautet: Bloggen und Alltag.


Bis denn,

Euer Känguru

Kommentare:

  1. Sehr schön Gedanken zu dem Thema, die du da mit uns teilst.
    Schön ist es das Glück in kleinen Dingen zu finden :)

    Lieben Gruß
    Sarah

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    1. Vielen Dank! Das Glück in den kleinen Dingen entgeht uns nur leider zu oft im hektischen Alltag....
      LG Christiane

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